Schlagwort: Wehmut

Herr Bock­lmann ist da­ge­gen

Freiheit, die ich meine: Fast autofreie Fürther Freiheit (Foto: Ralph Stenzel)

Hoch soll sie le­ben, hoch soll sie le­ben, drei Mal hoch! Schon mor­gens hat­ten sie Ele­na ein Ständ­chen ge­lun­gen, die Freun­din­nen und Freun­de aus der Stra­ße, die Ober­bür­ger­meis­te­rin und Herr Bock­lmann, zwar et­was schräg, aber doch sehr schön.

90 Jah­re, das ist schon was! Am Nach­mit­tag er­war­te­te Ele­na die Ge­burts­tags­gäs­te, aber vor­her hat­te sich ei­ne Re­por­te­rin an­ge­kün­digt. Ele­na stell­te den Ap­fel­ku­chen auf den Tisch, selbst­ge­ba­cken aus ei­ge­nen Äp­feln. Der Ap­fel­baum stand als Spa­lier vor der Haus­tür. Ele­na er­in­ner­te sich, wie sie ei­ne der al­ten Ap­fel­sor­ten vor dem Aus­ster­ben ge­ret­tet hat­te. Das wür­de sie der Re­por­te­rin auf je­den Fall er­zäh­len. Und dann na­tür­lich auch von Herrn Bock­lmann, der im­mer ge­gen al­les war. Wei­ter­le­sen

Wei­chen­stel­lun­gen

Gleißendes Gleisfeld des Fürther Hauptbahnhofes (Foto: Ralph Stenzel)

Es ist wie­der mal ei­ner je­ner Mon­ta­ge, an de­nen stän­dig die Te­le­fo­ne ru­fen und Du am Nach­mit­tag reich­lich ge­streßt aus dem Bü­ro fliehst, oh­ne in den mehr als acht Stun­den am Platz auch nur an­nä­hernd zu dem ge­kom­men zu sein, was Du Dir ei­gent­lich für heu­te vor­ge­nom­men hat­test. Al­les ist drin­gend, je­der hat ein un­auf­schieb­ba­res An­lie­gen, es gibt nir­gends mehr Re­ser­ven und dop­pel­te Bö­den, und so sehr Du auch ver­zwei­felt ver­suchst, die Fä­den zu­sam­men­zu­hal­ten, so we­nig spie­len das Le­ben und die Zwän­ge da drau­ßen mit. Ir­gend­wann geht es nicht mehr. Da läßt Du Dich in das wei­che Sitz­pols­ter Dei­nes Fei­er­abend­zu­ges fal­len und schaust nach dem Him­mel: Na­tür­lich, aus­ge­rech­net jetzt zieht es sich zu. Wei­ter­le­sen