Fif­ty Shades of Green

Almut Sauer

Fif­ty Shades of Green

Fif­ty Shades of Green

Almut Sauer
Fotos: Robert Söllner
17. Februar 2019
Birgit Maria Götz - Das Glück der Malerin

Bir­git Ma­ria Götz (Jahr­gang 1968) ist bil­den­de Künst­le­rin. Die ge­bo­re­ne Für­the­rin stu­dier­te von 1990 bis 1995 Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign (Schwer­punkt Il­lus­tra­ti­on) an der Nürn­ber­ger Ge­org-Si­mon-Ohm-Fach­hoch­schu­le. Von 2000 bis 2005 ab­sol­vier­te sie ihr Stu­di­um der frei­en Ma­le­rei an der Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te Nürn­berg. Sie ar­bei­tet seit 2005 in ih­rem ei­ge­nen Ate­lier im Kul­tur­ort Bad­stra­ße 8 in Fürth. An ei­nem son­nig-schö­nen, aber klir­rend kal­ten Sams­tag-Vor­mit­tag im Ja­nu­ar ver­moch­te sie die Her­zen des bib­bern­den Tri­fo­lia-Teams schnel­ler zu er­wär­men als der bol­lern­de Ofen die Luft in ih­rem dünn­wan­di­gen Ate­lier...

Probieren geht über Studieren

Kennst Du Bob Ross? »The Joy of Pain­ting«? Was hältst Du als Ma­le­rin da­von?

Ich ha­be mir das ein­mal an­ge­guckt und bin auch län­ger dar­an hän­gen­ge­blie­ben, weil, ich lie­be skur­ri­le Ty­pen – schon im­mer. Schon als Kind hat mich die Nor­ma­li­tät ab­ge­sto­ßen, mich hat im­mer das Be­son­de­re an­ge­zo­gen. Bob Ross ist na­tür­lich ’ne to­ta­le Ra­ri­tät, so’n 70er-Jah­re-Re­likt, der al­les an sich selbst kul­ti­viert hat, was man sel­ber so nicht sein darf und auch in der Ma­le­rei ei­gent­lich nicht ma­chen darf... Das ist ja bei vie­len Lai­en so, wenn man sagt: »Ich bin Ma­ler«, dann kommt gleich: »Ja, ken­nen Sie Bob Ross (grins)?« Des­we­gen woll­te ich mal wis­sen, wer das ist und fand ihn auch gleich su­per.

 

Wie fin­det je­mand, der das pro­fes­sio­nell macht, das, was er da so hin­kle­ckert?

Nur die Art der Ma­le­rei, hmm... Er be­dient halt das Be­dürf­nis der Men­schen, mal zu­zu­schau­en beim Ma­len. Das er­le­be ich ja auch, wenn ich drau­ßen ma­le. So ein Künst­ler – das ist ja seit dem 19. Jahr­hun­dert was ganz Be­son­de­res, der hebt sich ja to­tal von Ar­bei­ten­den oder an­de­ren Tä­tig­kei­ten ab. Der Mei­nung bin ich ei­gent­lich nicht so. Man kann da die Leu­te schon gut über die Schul­ter schau­en las­sen – Ma­len, das ist ein ganz nor­ma­ler Vor­gang wie vie­le an­de­re Tä­tig­kei­ten auch. Die Leu­te fin­den es toll zu­zu­se­hen, wie Kunst ent­steht.

Das be­dient na­tür­lich der Bob Ross – der hat das ja der­ma­ßen kul­ti­viert. Das find’ ich auch noch ok und das, was er als Typ da­bei aus­strahlt, auch. Er kul­ti­viert ja so die­ses »ich bin an­ders«, das dür­fen Künst­ler ja auch of­fi­zi­ell – das ist so­gar fast ei­ne Ver­pflich­tung, ne? Ich hat­te mal ei­ne Da­men­rie­ge hier, de­nen ich mein Ate­lier ge­zeigt ha­be. Die ha­ben am En­de dann lan­ge Ge­sich­ter ge­macht und ge­sagt: »Aber ei­gent­lich sind Sie ja ganz nor­mal«. Es ist schon die Er­war­tung da, nein, es ge­hört fast schon da­zu, dass man ei­ne Ma­cke kul­ti­viert und leicht schrul­lig da­her­kommt. Ich sag’ jetzt aber nichts zu mei­ner Ma­cke (lacht).

Aber zu­rück zu Bob Ross und jetzt kommt das Aber – und das ist die Art, wie er Ma­len un­ter­rich­tet. Wenn Leu­te in mei­nen Kurs kom­men – und ich un­ter­rich­te jetzt schon seit 25 Jah­ren Er­wach­se­ne – da gibt es so ei­ne Er­war­tungs­hal­tung: »Jetzt zeig uns mal, wie das geht. Du machst jetzt, dass wir das kön­nen.« Und das macht der Bob Ross: Der zeigt, wie es geht, je­der kann ei­ne Flä­che an­ma­len und dann mit dem Pin­sel so drauf­drü­cken. Das ist ei­ne künst­le­ri­sche Hal­tung, die wird bei Tau­sen­den von Leu­ten so ver­brei­tet – aber eben nur ei­ne. Was er macht, ist, die In­di­vi­dua­li­tät je­des Ein­zel­nen, der da an­kommt und ma­len will, un­ter den Tisch zu keh­ren. »Dei­ne Her­an­ge­hens­wei­se ist mir wurscht, ich zei­ge dir, wie es schnell gut geht.« Das un­ter­stützt die Leu­te aber nicht in ih­rem ei­ge­nen Pro­zess. Das ist die au­to­ri­tä­re Schu­le, so wie frü­her Kunst un­ter­rich­tet wur­de. »Jetzt zeich­ne mir mal ei­ne Tas­se ab. Das wird so und so ge­macht und da kommt die Schraf­fur hin und so schaut das aus«.

Vie­le Leu­te kom­men noch mit die­ser Hal­tung in die Kur­se hin, die wol­len schnell zu ei­nem gu­ten Er­geb­nis kom­men, aber krea­tiv sein lernt man nicht wie ei­ne Ma­the­glei­chung. Und selbst Ma­the kann man ganz un­ter­schied­lich un­ter­rich­ten. Da gibt es die­ses Ver­ständ­nis, erst ein­mal bei dir sel­ber zu gu­cken, was in­ter­es­siert dich, was hast du für The­men? Es gibt schon ein Hand­werks­zeug da­zu, aber je­der schraf­fiert an­ders, wenn ich ihn las­se. Wenn es heisst: »Wie geht denn das?« Dann sag ich eher: »Ja, pro­biers ein­mal aus«, dann ent­steht was und dann kann man da drauf wie­der Be­zug neh­men. So kann je­der in sei­ne Rich­tung ge­hen. Bob Ross hin­ge­gen gibt den Leu­ten, was sie wol­len und das gibt’s in an­de­ren Be­rei­chen auch – Fut­ter fürs Volk.

 

Das ist in­ter­es­sant: Du ent­larvst ihn als au­to­ri­tä­ren Lehr­meis­ter, ob­wohl er vom Auf­tritt ja das ge­naue Ge­gen­teil sug­ge­riert. Sei­ne Sen­dung heisst ja »The Joy of Pain­ting«. Macht Dich Ma­len glück­lich?

Mei­ne Ma­le­rei macht mich glück­lich, ja. Klar, weil: ich mal’ mir ja was. Ich bin ei­gent­lich ein to­tal fröh­li­cher Mensch, aber auf der an­de­ren Sei­te bin ich auch sehr me­lan­cho­lisch und viel­leicht so­gar auch ein biss­chen aus der De­pres­si­on kom­mend. Das heisst, ich er­mal’ mir mit mei­nen Bil­dern was, was mir sehr gut tut. Frü­her in der Aka­de­mie hab ich sehr de­pres­si­ve Zeich­nun­gen ge­macht, groß­for­ma­ti­ge Men­schen­an­samm­lun­gen. Da hab ich mit Jo­han­nes Grütz­ke viel dar­über ge­re­det und der hat mir, wenn ich sag­te »das sieht so de­pres­siv aus«, ge­ant­wor­tet: »Ja, das ist doch su­per!« Der war ja auch so sar­kas­tisch, der hat sich da na­tür­lich ge­freut wie a Päck­la Re­si... »da ist to­tal viel Stim­mung drin, ist doch egal wel­che... wenn du es ein­fach so schaffst, so ei­ne Stim­mung rein­zu­brin­gen, wenn das ein­fach aus dir so kommt, dann ist das nicht schlecht.« Und die Dy­na­mik hat er auch ganz gut ge­fun­den. »Über die In­hal­te un­ter­halt’ ich mich nicht«, hat er ge­sagt. »Die müs­sen aus dir sel­ber kom­men und wenn nichts bei dir da ist, dann wird sich auch nichts in der Ar­beit nie­der­schla­gen. Dann bist du ein schlech­ter Künst­ler und wirst auch nie Er­folg ha­ben.«

Sei­ner Mei­nung nach soll­te man ver­su­chen, nicht zu viel di­dak­tisch in Ar­bei­ten rein­zu­le­gen, son­dern ein­fach ma­chen. Nicht so viel den­ken... Da war ich na­tür­lich to­tal auf Kra­wall ge­bürs­tet und hab ihm vor­ge­wor­fen: »Ja­ja, Frau­en sol­len nicht so viel den­ken, ja?« Aber er hat schon Recht ge­habt. Al­so ein­fach im Ar­beits­fluss blei­ben, dann kommt ein The­ma, dann kommt die Tech­nik... Die an­de­ren woll­ten mich im­mer in ir­gend­et­was rein­brin­gen, der Grütz­ke über­haupt nicht. Der hat nicht ge­sagt, so jetzt ma­len Sie mal auf Lein­wand (weil ich hab ja im­mer auf Pa­pier ge­malt). Durch das ei­ge­ne Ar­bei­ten merkst du, wo­hin es dich zieht und wo du wie­der wei­ter­ma­chen willst und wo du noch ein­mal eins drauf­set­zen willst. Und da musst du gar nicht lan­ge dar­über nach­den­ken.

Mir geht es um die Orte

Wie hat sich das bei Dir ent­wi­ckelt? Hast du im­mer mehr ge­malt und bist im­mer glück­li­cher mit dem ge­wor­den, was es ge­wor­den ist?

Hat mich das Ma­len an sich glück­li­cher ge­macht, hmm? Zum Bei­spiel: Ich war in ei­ner to­ta­len Le­bens­kri­se, nach ei­ner Tren­nung und da hat­te ich Schiss: Oh, wenn ich jetzt nicht mehr ma­len kann... Be­zie­hung zu En­de, to­ta­ler Ro­sen­krieg und dann kei­ne Ma­le­rei und da­durch kein Geld – denn ich le­be ja da­von. Doch das war dann nicht so – ich kann in je­der Le­bens­si­tua­ti­on ma­len und mich in die­sen Zu­stand ver­set­zen, und dann bin ich auch weg vom Rest. Und das ist na­tür­lich zur Kri­sen­be­wäl­ti­gung su­per. An­sons­ten ist es auch ein­fach har­te Ar­beit, es ist nicht so, wie wenn je­mand das hob­by­mä­ßig macht, mal so just for fun, mal zur Ent­span­nung – bei der Ar­beit ent­spann ich schon, aber ich muss halt un­ter Druck ent­span­nen (lacht).

 

Du woll­test noch ein Zi­tat brin­gen vom Grütz­ke...

Ähm ja, ich hab den mal ge­fragt als Stu­den­tin: »Wie ist denn das, wenn man’s kann?« Er hat dann ge­sagt: »Frag’ doch mal ir­gend­ei­nen Künst­ler, ob er das kann, was er macht.« Und das ist es: Du hast nie das Ge­fühl, dass du jetzt an ei­nem Punkt an­ge­langt bist, wo du es ir­gend­wie be­herrschst – du bist im­mer auf dem Weg. Du be­wegst dich halt auf ei­ner Pis­te und das En­de ist nicht ab­seh­bar. Wenn du jetzt sagst: »Ja, ich kann das und ich mach das jetzt so«, dann wird es ge­fähr­lich. Man muss sich schon im­mer zu neu­en We­gen auf­ma­chen, neue The­men fin­den. Bei mir ist das jetzt plötz­lich so, dass Men­schen rein­kom­men...

 

Das woll­te ich Dich so­wie­so fra­gen: Wie­so sind auf dei­nen Bil­dern so we­nig bis gar kei­ne Men­schen? Wenn ich hier in dei­nem Ate­lier so her­um­schaue, dann se­he ich bis auf das Akt­bild hier kei­nen ein­zi­gen Men­schen.

Ja, das ist auch so – wenn man jetzt an Cas­par Da­vid Fried­rich denkt, der in sei­ne ro­man­ti­schen Bil­der Per­so­nen in­te­griert hat – dann ist es das Paar und wenn er jetzt ei­nen Baum malt, dann ist das mehr ei­ne Me­ta­pher für ei­nen al­ten Men­schen. In dem Mo­ment, wo du ei­ne Per­son rein­setzt, hat sie ei­ne Be­deu­tung und die Leu­te iden­ti­fi­zie­ren sich mit ihr. Mir geht’s aber um die Or­te. Und zwar dar­um, wel­che Ge­schich­te man mit dem Ort hat. Ich will, dass sich die Leu­te durch mei­ne Bil­der mit dem Ort be­schäf­ti­gen. In dem Mo­ment, wo da ei­ne schö­ne Frau ent­lang wan­delt, schau­en sie al­le an – Män­ner und Frau­en, je­der auf sei­ne Wei­se.

Ich muss mich dann da­mit aus­ein­an­der­set­zen: Mal’ ich die von vor­ne, von hin­ten, ist es ei­ne jun­ge oder al­te... Es ist ei­ne ganz an­de­re Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Ma­le­rei über Per­so­nen und sie len­ken ab. Wenn du ei­ne Per­son ir­gend­wo auf ei­nem Bild siehst, ist sie fast im­mer das wich­tigs­te. Sie zieht die Auf­merk­sam­keit weg. Und wenn der Ort leer ist... Al­so ich bin ger­ne al­lei­ne an Or­ten, mehr mit mir sel­ber. Wenn man sich ein Bild an­schaut und es ist leer, dann ver­or­tet man sich selbst dar­in und auch das Ge­fühl, das man selbst zu dem Ort hat. Man denkt sich selbst als un­sicht­ba­re Per­son mit rein. Das ist so­zu­sa­gen der of­fi­zi­el­le Stand­punkt.

 

Was ist denn der in­of­fi­zi­el­le?

Das ist mei­ne In­ter­pre­ta­ti­on. Als es mir in mei­ner Ehe schlecht ging und al­les so schwie­rig war, woll­te ich mich nicht auch noch mit Leu­ten aus­ein­an­der­set­zen, selbst auf Bil­dern war mir das zu viel. Es ist für mich schon er­staun­lich, dass ich auf ein­mal Men­schen da rein ma­len will. Ich kom­me in ei­ne Pha­se der Öff­nung und möch­te auf ein­mal Men­schen in mei­ne Bil­der ma­len. Das ist schon span­nend. Es hat was mit mei­nem psy­cho­lo­gi­schen Zu­stand zu tun.

 

Es hat al­so nichts mit hand­werk­li­chen Schwie­rig­kei­ten zu tun, im Sin­ne von: Es ist schwie­ri­ger, ein Ge­sicht zu ma­len?

Al­so ich ha­be ja bei Jo­han­nes Grütz­ke stu­diert, ich ha­be auch 25 Jah­re Akt­zeich­nen hin­ter mir. Ich ha­be erst ein­mal nur ge­zeich­net, be­vor ich das Ma­len an­ge­fan­gen ha­be. Ich bin ei­gent­lich prä­de­sti­niert als Men­schen­ma­le­rin. Das mit den Or­ten hat mit der Her­aus­for­de­rung zu tun, Grün zu ma­len, das ist ka­cke schwer. Als ich mit 22, 23 Jah­ren da­mit an­ge­fan­gen ha­be, konn­te ich nicht Akt zeich­nen und ha­be es dann ganz viel ge­tan – ich mag es schon, ei­ne Rei­bung, ei­ne Her­aus­for­de­rung zu ha­ben.

 

In­zwi­schen gibst Du selbst Akt­zei­chen­kur­se, es scheint Dir al­so ge­lun­gen zu sein.

Ja, in­zwi­schen müs­sen die Stu­den­ten und Stu­den­tin­nen bei mir ih­re Akt­zei­chen­prü­fun­gen ma­chen. Ich fin­de es sehr schwer, da No­ten drauf zu ge­ben.

Das Licht muss stimmen

Zu­rück zum Grün: Es fällt ja nicht nur ei­ne be­son­de­re Farb­in­ten­si­tät an Dei­nen Bil­dern auf, son­dern eben auch ganz viel Grün – ein ganz ei­ge­nes Grün viel­leicht so­gar. Wie ist das, suchst Du Dir, wenn Du malst, den Ort ex­tra da­nach aus, wel­ches Licht dort ge­ra­de vor­herrscht?

Ja, ab­so­lut. Ei­ne Mo­ment­auf­nah­me... Da wo viel Son­ne ist, aber ei­ne be­stimm­te Stim­mung, kei­ne Knal­le­son­ne. Sol­che Stim­mun­gen sind ziem­lich kurz und ich ha­be ge­merkt, dass sie mich in­ter­es­sie­ren. Ich ver­mu­te, dass ich eher über Hell-Dun­kel-Kon­tras­te ge­he als über Far­be. Das kommt bei mir vom vie­len Zeich­nen. Viel­leicht auch durch Schwarz-Weiss-Fo­to­gra­fie. Das ha­be ich ja auch mal stu­diert, bei Pro­fes­sor Lin­de­mann. Er hat sich im­mer wie­der über mei­ne star­ken Kon­tras­te auf­ge­regt. Er woll­te, dass al­les durch­ge­zeich­net ist und ich war im­mer der Mei­nung: »Nö«. Bei den ex­pres­sio­nis­ti­schen Fil­men ist das auch sehr ver­stärkt. Es ist ei­ne Kom­bi­na­ti­on aus Ex­pres­sio­nis­mus und Im­pres­sio­nis­mus, wo mich das Licht im­mer in­ter­es­siert hat. Als ich zu ers­ten Mal Gras ge­raucht ha­be, dach­te ich mir: Was ha­ben denn die al­le? Das ist doch gar nichts Be­son­de­res. Wenn ich auf der Stra­ße bei so ei­nem be­son­de­ren Licht lau­fe, bin ich ge­nau­so ge­flasht. Ich kann gar nicht an­ders, als mich da­mit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Ich ha­be auch mal ver­sucht, Un­ter­was­ser­bil­der zu ma­len, oder mit Öl – ich ha­be al­les mal aus­pro­biert. Da gab’s aber die­se Licht­stim­mung nicht so. Mich in­ter­es­siert die rei­ne Form, die rei­ne Far­be nicht so sehr.

 

Wenn du in Fürth her­um­läufst, siehst du dann ir­gend­wo ei­nen in­ter­es­san­ten Schat­ten oder denkst: »Das sieht jetzt be­son­ders toll aus«? Viel­leicht ei­ne Re­fle­xi­on, die Dich in­ter­es­siert? Und dann gehst du ge­nau dort­hin, um das zu ma­len?

Ja, das kann gut über das Licht kom­men. Es gibt so Zei­ten, da lau­fe ich durch den Stadt­park, um ein Bild zu ma­len und dann schaue ich, wo ge­ra­de ein gei­les Licht ist. Schwie­ri­ger wird es, wenn ich ei­nen be­stimm­ten Ort ma­len will. Weil die Stim­mung, die man dann für ei­nen Ort hat, nicht im­mer da ist. Man kann nicht ein­fach hin­ge­hen und drauf­drü­cken, das weiss ein Fo­to­graf ge­nau. Du musst erst den rich­ti­gen Stand­punkt fin­den. Du brauchst die rich­ti­ge Ta­ges­zeit und die rich­ti­ge Jah­res­zeit – da muss sehr viel zu­sam­men­kom­men, da­mit es auf dem Bild funk­tio­niert.

 

Machst Du Dir da­zu No­ti­zen? So in der Art wie: Zu die­sem Ort muss ich mal im Früh­ling in der Früh’ um zehn ge­hen?

Es gibt zum Bei­spiel Or­te, da sieht man dann et­was im Hin­ter­grund nicht, weil zu viel Laub da­zwi­schen ist – dann weiss ich, dann muss ich da im Früh­jahr hin. Da hab’ ich schon mei­ne in­ne­ren Plä­ne. In­zwi­schen be­kom­me ich auch im­mer mehr Auf­trags­ar­bei­ten, zum Bei­spiel wünscht sich mo­men­tan je­mand den Pap­pel­steg. Jetzt ist aber Win­ter. Ich ha­be zwar ein Dia-Ar­chiv, aber al­les ha­be ich nicht. Ich kann mir Auf­nah­men im Für­thWi­ki an­schau­en... im Win­ter ma­che ich eher so Re­tro-Sa­chen. Wenn ich aber an be­stimm­ten Or­ten in Fürth bin, weiss ich im­mer die Him­mels­rich­tun­gen: Wenn ich an den Ort den­ke, weiss ich, wo da in der Früh die Son­ne hin­scheint oder wo­hin die Schat­ten ge­hen. Trotz­dem muss ich ein­mal auf je­den Fall an den Ort hin, auch wenn ich dann ganz um­sonst dort bin.

Ak­tu­ell ha­be ich ei­nen Auf­trag, da möch­te je­mand das Amts­ge­richt ge­malt ha­ben, am bes­ten mit al­len an­gren­zen­den Ge­bäu­den, dem Rat­haus, dem Stadt­thea­ter und der Kir­che zu un­se­rer lie­ben Frau- ja, hal­lö­chen?! Das geht na­tür­lich nicht, ich kann ja nicht flie­gen, ne? Aber ak­tu­ell ist das Licht ja sehr gut und den ei­nen Baum, der jetzt kahl ist, den mal’ ich dann spä­ter da­zu. Das heisst, ich ma­che jetzt halt da Fo­tos zu ver­schie­de­nen Ta­ges­zei­ten und mach­mal ist es so, dass ich mor­gens um halb sechs leicht ver­ka­tert im Bett lie­ge und mir den­ke: Schei­ße, jetzt wä­re das Licht op­ti. Ich brau­che näm­lich das Licht auf der Fas­sa­de...

 

In­ter­es­sie­ren Dich auch mo­der­ne neue Ge­bäu­de? Du zeich­nest ja ger­ne Ge­bäu­de und Or­te in Fürth, die es viel­leicht so nicht mehr gibt, oder die Du ver­mis­sen wür­dest, wenn sie weg wä­ren, oder?

Ich bin vie­le Jah­re lang ein­mal jähr­lich nach Ber­lin ge­fah­ren – mich in­ter­es­siert schon, was ak­tu­ell pas­siert. Auch neue Ar­chi­tek­tur, die ent­steht. In Fürth zum Bei­spiel die Neue Mit­te, die ha­be ich zwar als Dia, aber noch nicht ge­malt. In Pa­ris war ich frü­her auch viel, da ha­be ich mir auch viel neue Ar­chi­tek­tur an­ge­se­hen, das fand ich su­per, weil sie näm­lich ne­ben der al­ten steht und weil das zu­sam­men gut funk­tio­niert. Mich in­ter­es­siert schon Äs­the­tik all­ge­mein und auch Ent­wick­lun­gen in der Kunst, aber ich fin­de, dass man, um sel­ber sei­nen Stand­punkt als Künst­ler zu fin­den, ei­ne ge­wis­se Ab­ge­schlos­sen­heit braucht. Man kann zwar viel In­put rein­kom­men las­sen, aber ich ha­be ge­merkt, dass ich auch mal ein Stück weit zu­ma­chen und bei mei­nem ei­ge­nen Ding blei­ben muss. Wenn du zu vie­le Ein­flüs­se von au­ßen hast und ver­suchst, am Zeit­geist ent­lang zu schram­meln, kann sich nichts In­di­vi­du­el­les ent­wi­ckeln.

Ich in­ter­es­sie­re mich auch sehr für Mo­de, Kla­mot­ten... in Ber­lin ha­be ich die Club­sze­ne ver­folgt, die Tech­nokel­ler am Prenz­lau­er Berg oder auch in Ham­burg – sol­che Ent­wick­lun­gen ha­ben mich im­mer in­ter­es­siert. Aber es ist ei­ne ganz an­de­re Art zu ar­bei­ten, wenn du im­mer am Puls der Zeit sein willst. Neu­lich hat­te ich mei­ne Weg­geh­pha­se in Fürth. Hier hab’ ich frü­her ein paar Lo­ca­ti­ons er­lebt, zum Bei­spiel das Kitsch, das Fürst, das Was­ser­mann, die al­le schon ver­schwun­den sind. Da gab es so ein Fee­ling, das es heu­te so nicht mehr gibt. Da ha­be ich viel er­lebt und ich fin­de es in­ter­es­sant, dar­über nach­zu­den­ken, was das ei­gent­lich da­mals war.

Das wirkt auch ins Jetzt her­ein. Ich will wis­sen, wie es jetzt in Fürth ist, was gibt’s da jetzt für ei­ne Al­ter­na­tiv­kul­tur, ei­ne Weg­geh­sze­ne, das ist im­mer sehr spe­zi­ell in Fürth. Ich fin­de das span­nend, so et­was mal ma­le­risch auf­zu­grei­fen. Das ist jetzt ein an­de­rer An­satz als wenn je­mand sagt: »Was pas­siert ak­tu­ell po­li­tisch?« Bei mei­ner Aus­stel­lung in der Spar­kas­se hat ein Red­ner mal ge­sagt, mei­ne Bil­der sei­en schon in ge­wis­sem Sin­ne po­li­tisch, näm­lich durch den Fo­kus auf das, was ich nicht ma­le in Fürth. Was ich weg­las­se, das ist kein Zu­fall. Wenn man da zwi­schen den Zei­len liest, fin­det sich schon die ei­ne oder an­de­re Aus­sa­ge, zum Bei­spiel taucht bei mir das Park-Ho­tel oft auf, oder die »Ca­me­ra«.

Ich weiss von mei­nem On­kel, was es frü­her für kras­se Beat­schup­pen gab in Fürth. Die­je­ni­gen, die in die Beat­schup­pen durf­ten, muss­ten bei den Amis ar­bei­ten. Oder die al­ten Ki­nos. Da sam­me­le ich ge­ra­de al­te Fo­tos da­von und ma­che mal ei­ne Ki­no-Aus­stel­lung. Oder die Skulp­tu­ren von der Frau Kunst­mann, die über­all her­um­ste­hen, ich fin­de die toll. Das sind al­les Pro­jek­te, die ich ir­gend­wann mal rea­li­sie­ren möch­te. In Ber­lin wür­de ich nie­mals auf sol­che The­men kom­men. Weil ich hier ge­bo­ren bin, mei­ne Wur­zeln hier ha­be und hier her­um­wursch­tel’, da liegt das eben na­he.

Ich ha­be auch schon im Ma­rok­ko ge­malt und die Bil­der hier ver­kauft. Aber die­se Ent­wur­ze­lung, Glo­ba­li­sie­rung und Eu­ro­päi­sie­rung – dar­auf will ich mit mei­ner Ar­beit auch ein we­nig dar­auf auf­merk­sam ma­chen: Leu­te, schaut euch doch auch ein­mal in eu­rer nä­he­ren Um­ge­bung um. Wo sind eu­re Er­ho­lungs­punk­te, was ist die Ge­schich­te des Or­tes, was geht denn hier ab? Statt dem deut­schen Fern­weh, den gan­zen Welt­rei­sen, die man sich als Krö­nung des Le­bens gönnt, dann doch lie­ber ei­nen Mo­nat Ur­laub hier ma­chen!

Ich reproduziere die Eindrücke meiner Kindheit

Bist Du di­rekt in Fürth auf­ge­wach­sen? Was sind Dei­ne ers­ten Er­in­ne­run­gen an Fürth?

Ich bin hier ge­bo­ren und war mei­ne ers­ten drei Jah­re hier. Da war mei­ne Oma mit mir in den Parks un­ter­wegs. Ich ma­le ei­gent­lich die Sze­ne­rie, die mir mei­ne Oma ge­zeigt hat! Das ist mir ir­gend­wann klar ge­wor­den. Mei­ne Oma war Äs­the­tin, die hat im­mer zu mir ge­sagt: Oh, schau’ mal da, die Blu­men, oh, schau’ mal, wie schön jetzt das Licht hier ist und so. Al­so ei­gent­lich re­pro­du­zie­re ich das, weil es sehr schön in mei­ner Kind­heit war und die ers­ten Ein­drü­cke sind ja die in­ten­sivs­ten...

 

Er­klärt sich da­durch auch ein biss­chen, war­um Du über­all Na­tur in der Stadt fin­dest? Du malst ja ganz viel in der Stadt, suchst du ex­tra Or­te, wo et­was Grün mit da­bei ist?

Ich bin halt so­zi­al: In Fürth gibt’s viel Grün, und ich den­ke mir, ok, wenn das jetzt je­mand bei sich in der Woh­nung hän­gen hat, und ich ma­le nur ei­ne pu­re Ar­chi­tek­tur: Das ist mir zu hart. Pflan­zen ge­hö­ren da­zu, und Grün ist ja die Far­be für das Herz-Cha­kra. Mei­ne Yo­ga-Leh­re­rin hat mal mei­ne Bil­der ge­se­hen und ge­sagt: »Das wun­dert mich nicht, weil das dein Blo­cka­de-Be­reich ist, das Herz-Cha­kra«.

Es gibt ja so ein paar Cha­k­ren, die man so hat, und da hat je­des ei­ne Far­be. Grün ist eben die für das Herz-Cha­kra und das heisst, das tut ganz gut. Und das geht ja an­de­ren auch so. Und des­we­gen ma­le ich ganz ger­ne a bis­sel Grün in die Bil­der mit rein, weil sich das tat­säch­lich po­si­tiv aus­wirkt.

 

Du suchst aber nicht nur die Or­te im Stadt­park oder in der Stadt aus, wo das Grün be­son­ders toll ist?

Das ma­che ich schon be­wusst. Ich bin beim Le­tra-Haus auf die an­de­re Sei­te ge­gan­gen, da kommt ein we­nig der Efeu mit rein... Wir brau­chen Na­tur. Was mir aber auch schwer­fällt, ist, nur Na­tur zu ma­len, oh­ne ir­gend­ein zi­vi­li­sa­to­ri­sches Zei­chen. Das ge­fällt mir auch nicht. Es muss ir­gend­was mit ein, und wenn es bloß ei­ne Bank ist... Wie im Stadt­park. Ich könn­te auch to­tal Ur­spüng­li­ches ma­len, da gibt’s ja auch ganz viel, den Wie­sen­grund oder so. Ma­che ich aber nicht.

 

Du malst al­so das ganz ger­ne, was Du schon als Kind ge­kannt hast. Mit drei Jah­ren bist Du aber schon weg ge­gan­gen, nicht wahr?

Ja, ins Knob­lauchs­land.

 

Ge­mein­hin heisst es ja, man ha­be gar kei­ne Er­in­ne­run­gen an sei­ne frü­he Kind­heit bis zu ei­nem Al­ter von drei Jah­ren, je­den­falls kei­ne be­wuss­ten...

Doch, die ha­be ich. Ich bin ja sehr vi­su­ell, ich ha­be Er­in­nun­gen an ge­nau die­ses Häus­le mit den Po­nys, oder an den Weg da­hin. Die­se Or­te, die ich am An­fang ge­malt ha­be, im Stadt­park und so, die se­he ich im­mer vor mir und wie das frü­her mit mei­ner Oma dort war. Da ha­be ich ganz vie­le so kur­ze Se­quen­zen...

Na­tür­lich hat sich das in­zwi­schen ver­selbst­stän­digt, ich ma­le ja auch vie­le an­de­re Din­ge und Or­te. In Streit­berg war ich nie mit mei­ner Oma, ich ha­be aber über die Frän­ki­sche Schweiz für die Volks­bank ei­nen Ka­len­der für 2019 ge­malt, ob­wohl ich Null Be­zug da­zu ha­be. Das ist mir an­fangs re­la­tiv schwer­ge­fal­len, aber ich ha­be da ei­ne sehr net­te Frau ken­nen­ge­lernt – die mir dann x Auf­trä­ge ver­mit­telt hat – und die ist wie mei­ne Oma: Ei­ne Frau mit gu­tem Her­zen, die jetzt mein Fens­ter da hin­ein ist...

Des­we­gen ist Nürn­berg für mich im­mer so ei­ne Bra­che ge­we­sen. Da ha­be ich jetzt aber ei­ne Ga­le­ris­tin, die bei mir lan­ge in ei­nem Kurs war. Die hat jetzt ei­ne Ga­le­rie auf­ge­macht: »Die Kunst­ba­na­ne« in der Ro­sen­au, da stel­le ich im­mer wie­der mal aus, auch jetzt ak­tu­ell. Da ma­le ich halt so rund um die Ro­sen­au her­um, weil das ist so ein Are­al, das mag ich, dies gan­zen 70er-Jah­re WGs, das Pa­laz­zo Broz­zi, der Ro­sen­au-Park, das ist so ei­ne Ecke, die hat was Für­the­ri­sches!

 

Gos­ten­hof hat so­wie­so was Für­the­ri­sches. Hast Du ei­gent­lich schon als Kind ge­malt? Wie ist es zu Dei­ner Ent­schei­dung ge­kom­men, zu ma­len? Du hast doch erst Gra­fik­de­sign stu­diert, oder?

Ja, mit Schwer­punkt Il­lus­tra­ti­on. Bei mir war das so: Mein Va­ter, der hat ge­malt. Er hat das aber nicht be­ruf­lich ge­macht. Er war ei­ne Zeit­lang am Kon­ser­va­to­ri­um und hat Mu­sik ge­macht, hat aber ir­gend­wann für sich be­schlos­sen: er kann das nicht ma­chen, das geht nicht. Zack. Da gab es kei­ne Mu­sik, kei­ne Staf­fe­lei, nix, es gab ein un­aus­ge­spro­che­nes Ver­bot. Wir hat­ten ein Kla­vier, und als ich mit sie­ben oder acht an­ge­fan­gen ha­be, mir sel­ber das Kla­vier­spie­len bei­zu­brin­gen, da wur­de das Kla­vier ver­kauft. Ich hat­te kei­ne Zei­chen- und Mal­sa­chen. Ich hab ein klei­nes Ring­büch­lein ge­habt, mit Ku­li, und da ha­be ich heim­lich rein­ge­zeich­net. Und ich ha­be schon in der Grund­schu­le das Be­dürf­nis ge­habt, mir sel­ber die Per­spek­ti­ve bei­zu­brin­gen, als ich ge­merkt ha­be: So wie ich das zeich­ne, so schaut es ja nicht aus.

Wenn ich was ge­zeich­net oder ge­malt ha­be, hat mein Va­ter schon ge­se­hen, dass das nicht schlecht war, aber er hat nie was da­zu ge­sagt. Er hat­te zwar ei­nen Be­zug zur Kunst, er hat ja auch ge­malt, ganz gu­te Bil­der, in je­dem Raum hing ei­nes. Des­we­gen weiß ich, was ein Bild, das an der Wand hängt, mit ei­nem macht: Das ha­be ich in mei­ner Kind­heit er­lebt, dass ei­nen das in­itia­li­siert, dass das ei­ne Be­deu­tung hat, dass man da­mit Emo­tio­nen ver­bin­det, wenn man das täg­lich sieht. Da­her weiß ich, wie Bil­der wir­ken kön­nen.

Ich ha­be sein Ta­lent ge­erbt. Das ist das, was ich von mei­nem Va­ter be­kom­men ha­be. Er woll­te halt nicht, dass ich das ma­che, weil er hat für sich sel­ber ge­sagt in die­ser Nach­kriegs­ge­nera­ti­on, man kann nicht da­von le­ben und so, da wird nix draus... An­de­rer­seits, als er dann kurz vor sei­nem Tod das ers­te Mal hier in mein Ate­lier rein­ge­kom­men ist... Er hat vor­her, als ich schon an der Aka­de­mie war, nie mei­ne Map­pe se­hen wol­len. Er hat ge­dacht, das wä­re nicht gut für mich. Aber das zeigt mir: Wenn man wirk­lich Ta­lent hat, ist das voll­kom­men wurscht, was in der Um­ge­bung ist. Man setzt sich durch, wenn man es wirk­lich will.

 

Uns hat vor al­lem in­ter­es­siert, ob Dei­ne El­tern das ge­för­dert ha­ben. In Dei­nem Fall wa­ren sie jetzt nicht so be­geis­tert...

Nein. Aber das wur­de nie aus­ge­spro­chen, mir wird das jetzt lang­sam klar. Bei an­de­ren, wo viel un­ter­stützt wird, ist das viel­leicht auch ein Nach­teil. Ich konn­te mein Ta­lent im Ver­bor­ge­nen sehr gut ent­wi­ckeln, ich war krea­tiv. Mei­ne El­tern ha­ben ei­nen sehr gro­ßen Gar­ten ge­habt, mein Va­ter ei­ne gro­ße Werk­statt. Er hat zwar kei­ne Kunst ge­macht, aber al­les an­de­re. Und da ha­be ich ge­lernt: Wenn man was will, kann man das schon ler­nen. Ich ha­be zu­erst auch nicht so an mein Ta­lent ge­glaubt, das ist ja schwie­rig. Des­halb ha­be ich zu­nächst ein­mal Il­lus­tra­ti­on stu­diert. Da ha­be ich auch nicht ge­dacht, dass sie mich neh­men, ich hät­te sonst Psy­cho­lo­gie stu­diert. Aber nach­dem sie mich dann beim Gra­fik- und Il­lus­tra­ti­ons-Stu­di­um ad hoc ge­nom­men ha­ben, ha­be ich mir ge­dacht, OK, dann machst du halt das...

Da ha­be ich ei­gent­lich nur ge­zeich­net. Ich war dann fer­tig und hab’ halt sehr viel ge­zeich­net ge­habt, aber ich hat­te null Aus­bil­dung als Wer­be­gra­fi­ke­rin. Da da­che ich mir, jetzt ha­be ich das stu­diert, jetzt muss ich halt in ei­ner Wer­be­agen­tur ar­bei­ten, aber das war ei­ne Ka­ta­stro­phe. Al­so die ha­ben mich zwar ge­nom­men, aber ich war tod­un­glück­lich.

Von der Grafikerin zur Künstlerin

Hast Du dich für Gra­fik und Wer­bung auch in­ter­es­siert, weil Du dach­test, da kön­ne man den El­tern im­mer­hin sa­gen, dass da ein Be­ruf da­hin­ter­steht, von dem man le­ben kann?

Nein. Ich kom­me ja aus ei­nem sehr li­be­ra­len El­tern­haus. Ich muss­te mich nicht recht­fer­ti­gen. Mein Va­ter hat zwar ge­dacht, ich hei­ra­te eh und be­kom­me Kin­der, was soll das mit der Kunst? Aber das war mir dann wurscht. Ich ha­be mich als Kind im­mer so vor mir ge­se­hen im Jahr 2000 und für das, was ich ge­se­hen ha­be, gab’s für mich kein Bei­spiel. Ich ha­be nur so ein Ge­fühl ge­habt. Und so bin ich auch ge­wor­den. Aber es gab kei­ne Bei­spie­le. Ei­ne ver­rück­te Leh­re­rin in der Haupt­schu­le – das weiss ich noch – hat­te ei­ne En­te und so lan­ge, wal­len­de Ge­wän­der, das war mir auch un­heim­lich. Aber da ha­be ich ge­merkt: So in die Rich­tung wird’s ge­hen... Aber auf dem Land gab es kei­ne eman­zi­pier­ten Frau­en, wo du sa­gen hät­test kön­nen, so möch­te ich wer­den!

Und dann ha­be ich so fünf Jah­re rum­la­bo­riert nach dem ers­ten Stu­di­um, war re­la­tiv un­glück­lich, ha­be rum­ge­macht, und dann bin ich mal auf der Stra­ße ge­lau­fen, und hat­te dann wirk­lich ei­nen in­ten­si­ven Wunsch: Ich möch­te mal Ma­le­rei stu­die­ren, ich pro­bie­re es ein ein­zi­ges Mal. Und das ha­be ich dann ge­macht, ha­be mich be­wor­ben, und ab dem Zeit­punkt... Das kam wie der Blitz vom Him­mel. Aber da­zu ha­be ich wirk­lich fünf Jah­re lang ge­braucht, das war ei­ne ganz schreck­li­che Zeit. Ich ha­be lan­ge nicht ge­wusst, was tun, ich ha­be mich auch zu nichts ge­zwun­gen, aber dann kam die­ses Fee­ling: Ich pro­bie­re es noch­mal.

 

Das hat ja sehr wahr­schein­lich je­der, so ei­ne Art Selbst­fin­dungs­pha­se nach dem Stu­di­um...

Ge­ra­de bei Krea­ti­ven. Die hän­gen dann nach dem Stu­di­um to­tal in den Sei­len, dass sie gar nicht wis­sen: Ja und jetzt? So lan­ge du Dei­ne Schul­aus­bil­dung machst und stu­dierst, bist du im­mer auf­ge­räumt, »Hoch­schu­le«, toll, und dann auf ein­mal bist du gar nix. Weisst auch gar nix, aus­ser viel­leicht: Wer­be­agen­tur. Die ma­chen jetzt da ei­ne Par­ty, da ge­he ich hin. Ich fand es so grau­en­haft, aber ich schau’ mal, ob’s wirk­lich so schlimm ist, ich über­prü­fe das noch­mal...

 

Du hast dann ei­nen Schritt ge­macht, der in Künst­ler­krei­sen ja ei­gent­lich ein No-Go ist, näm­lich von der Gra­fi­ke­rin, der Il­lus­tra­to­rin, der Hand­wer­ke­rin in den Be­reich der »heh­ren Kunst«; Das ist et­was, das man­che, die Ähn­li­ches ge­macht ha­ben, in ih­rem Le­bens­lauf ver­schämt ver­schwei­gen. War das für Dich ein Pro­blem, auch was die Ak­zep­tanz durch an­de­re an­geht?

Al­so, das ist bei mir so: Ich kom­me aus ei­ner Ar­bei­ter­fa­mi­lie. Das be­to­ne ich im­mer ein we­nig, aber ei­gent­lich war nur mein Va­ter Ar­bei­ter. Al­le an­de­ren in der Fa­mi­lie ha­ben was an­de­res ge­macht. Mei­ne Oma war ei­ne Schnei­der­meis­te­rin, die hat­ten al­le Ge­schäf­te und so. Aber ich fin­de, egal wer was macht, das ist al­les für mich gleich­be­rech­tigt. Ich se­he mich als Künst­le­rin nicht als über ei­ner Gärt­ne­rin ste­hend oder so, ich se­he das tat­säch­lich als gleich­be­rech­tigt. Mei­ne Kol­le­gen re­gen sich da im­mer drü­ber auf, wenn ich das so sa­ge, aber vom Fee­ling her ist mir das wurscht, ob ich ei­nen Gar­ten an­le­ge und den Kom­post­hau­fen um­schau­fe­le, oder ir­gend­wie ein Bild vor­be­rei­te und ei­nen Keil­rah­men baue. Das ist für mich das Glei­che.

Das sind halt be­stimm­te Fä­hig­kei­ten und ein be­stimm­ter Draht zu was, ein Gärt­ner muss auch ei­nen in­halt­li­chen Draht, me­ta­phy­si­sches Emp­fin­den und al­les Mög­li­che ha­ben. Al­so die­se Un­ter­schei­dung gibt’s jetzt nicht so für mich. Ich muss auch sa­gen, dass ich mich aus die­sem nor­ma­len Kunst-Kon­text her­aus­zu­zie­hen ver­sucht ha­be und mir ge­dacht ha­be: Nee, des­we­gen bin ich ja nicht in der Wer­be­agen­tur ge­blie­ben, ich will kei­nen Chef ha­ben, der mir sagt, Du machst jetzt dies und das. Des­we­gen will ich auch kei­nen Ga­le­ris­ten und ich will auch nicht bei zu vie­len Aus­schrei­bun­gen und Wett­be­wer­ben da­bei sein, nur weil mich Leu­te qua­si rein­zwin­gen.

Ge­nau­so wie jetzt ei­ne Hoch­schu­le, da bin ich auch be­ru­fen wor­den. Oder bei »Kunst & Ge­nuss«, da ha­ben sie ge­sagt: »Mensch Bir­git, magst Du nicht mal mit uns aus­stel­len?« Und da ha­be ich halt zwei ge­kannt und das fand ich ganz nett und mir ge­dacht: »Ja OK, dann ma­che ich das halt mal«. Aber ich er­zwin­ge nix und da­durch, den­ke ich, zeich­net sich der Weg ab. Und so muss ich auch nicht ir­gend­wel­che Er­war­tun­gen er­fül­len, um Künst­le­rin zu sein. Man­che sa­gen: »Du bist ja viel zu bil­lig«, oder »Du malst ja to­tal viel, du stellst to­tal viel aus, das darfst du nicht ma­chen«... Und ich: »Echt? Wer sagt das?«

 

Zum Op­ti­mis­mus, der in Dei­nen Bil­dern steckt: Du hat­test ja schon an­ge­spro­chen, dass Ma­len für Dich auch the­ra­peu­ti­sche Wir­kung hat. Ver­ar­bei­test du das, was Du wahr­nimmst, be­son­ders op­ti­mis­tisch oder gibt’s da auch ei­ne Rück­kop­pe­lung, al­so dass Dei­ne Stim­mung sich von selbst hebt, wenn Du Dei­ne Bil­der so malst, wie Du sie malst? Wie ist Dein Ver­hält­nis zur Rea­li­tät des Ge­se­he­nen?

Auf al­le Fäl­le ist es ei­ne sehr spe­zi­el­le Sicht­wei­se, die ich ma­le, die sehr op­ti­mis­tisch ist und in ei­ne Rich­tung geht, die mich sel­ber auf­baut. Al­so wenn ich an ei­nen Ort kom­me und se­he die­sen Ort ge­taucht in die­se Stim­mung, dann baut mich das per se auf, dort zu sein. Und das bil­de ich ei­gent­lich auf dem Bild ab. Das hat schon auch ei­nen psy­cho­lo­gi­schen Hin­ter­grund. Da kann man na­tür­lich sa­gen, ah, ist doch un­rea­lis­tisch und geht al­les in ei­ne Rich­tung, aber ganz vie­le Ärz­te und The­ra­peu­ten fin­den es ganz gut, so ein Bild im War­te­zim­mer zu ha­ben.

Ich könn­te jetzt aber nicht sa­gen, dass mich das to­tal auf­baut, wenn ich so­was ma­le. Ich könn­te auch was to­tal an­de­res ma­len, ich ha­be auch schon sehr me­lan­cho­li­sche Bil­der ge­malt. Aber so­was hän­gen sich nicht so vie­le nach Hau­se. Künst­ler hin­ge­gen fah­ren da voll drauf ab. Oder Psy­cho­lo­gen. Aber die wer­den sich das nicht in die Pra­xis hän­gen. Das heisst, ich kann auch ganz an­de­re Stim­mun­gen ma­len, aber das ist dann »für den Haus­ge­brauch« nicht so ge­eig­net...

Was kommt nach Fürth?

Es geht bei mir aber schon in die Rich­tung, dass ich mir et­was ma­le, was mir sel­ber gut­tut, wenn ich es an­se­he. Ich ha­be mir sel­ber auch ein the­ra­peu­ti­sches Bild – durch mei­ne Tren­nung hin­durch – ins Wohn­zim­mer ge­hängt, zwei Jah­re lang. Das war ein See, ei­ne Auf­bruch­stim­mung, und ein Boot, und das Ufer, und das Licht um sechs Uhr mor­gens. Soll heis­sen: OK, es gibt Hoff­nung am En­de des Gan­zen und ich set­ze mit die­sem Boot über...

Nach zwei Jah­ren ha­be ich es dann ver­kauft, weil es für mich ge­ges­sen war. Ich war drü­ber, und die Sa­che hat ge­passt. Und ich glau­be, so ist das schon im­mer mit mei­nen Bil­dern. Die Leu­te hän­gen sie sich hin und den­ken sich viel­leicht: Ach, ganz schön, und die Far­be passt in mein Zim­mer... Aber sie ver­bin­den schon mit dem Ort et­was. Die kau­fen im Nor­mal­fall bei mir nicht ir­gend­ein Bild, sie ver­bin­den et­was mit dem ge­zeig­ten Ort. Oder es ist ir­gend­ei­ne Ge­schich­te, die of­fen ist oder ge­klärt wer­den muss... Ei­ne Ki­ne­so­lo­gin hat mal zu mir ge­sagt: Sie könn­ten doch auch mal ih­re Ab­grün­de ma­len... Da ha­be ich ge­sagt: Ich kann das nicht mit mir ver­ein­ba­ren, weil ich will nicht, dass je­mand mei­ne Ab­grün­de in sei­nem Zim­mer hän­gen hat. Da hat sie ge­sagt: Das wis­sen Sie doch über­haupt nicht, es gibt Leu­te, die brau­chen ge­nau das!

Aber ich bin noch nicht an dem Punkt, muss ich ehr­lich sa­gen. Ich ha­be sehr me­lan­cho­li­sche Bil­der ge­malt, die auch ge­kauft wer­den: Die Sie­ben­bo­gen­brü­cke im No­vem­ber ging an ei­nen Mu­si­ker drei Häu­ser wei­ter. Und sei­ne Frau lei­det im­mer un­ter die­sem Bild! Er fin­det es su­per, das ist halt ein Mu­si­ker, der braucht ge­nau die­sen Touch und ein paar hoff­nungs­vol­le Strah­len von der Sei­te von un­ten links rein, das reicht ihm, als Hoff­nungs­schim­mer. Viel­leicht – ich ha­be ja noch ein paar Jähr­chen vor mir – geht es auch noch­mal in ei­ne ganz an­de­re Rich­tung, das kann ich mir gut vor­stel­len.

 

Ja ge­nau: Was machst Du, wenn Du mit Fürth fer­tig bist?

Ich fah­re jetzt zum Bei­spiel nach Ber­lin. Es ist halt so ty­pisch, dass man als deut­scher Künst­ler Ber­lin gut fin­det, ja, gut, ist bei mir auch so. Mein Prof, der war ja auch Ber­li­ner, der Jo­han­nes Grütz­ke, der mich am meis­ten be­ein­druckt hat. Und da schaue ich dann auch ein biss­chen her­um, ob ich nicht ei­ne Ga­le­rie fin­de, ge­nau­so wie ich jetzt die Kunst­ba­na­ne in Nürn­berg ha­be und zur Ga­le­ris­tin ei­nen per­sön­li­chen Kon­takt... Ich ken­ne die Ber­li­ner Kunst­sze­ne schon ein biss­chen, und was da al­les so ab­läuft. Aber ich wür­de mir nie­mals vor­neh­men: So, ich fah­re jetzt nach Ber­lin, su­che mir ei­ne Ga­le­rie, ma­le Ber­lin-Bil­der und stel­le da aus. Das wür­de mich to­tal un­ter Druck set­zen, das wür­de nicht funk­tio­nie­ren.

 

Wel­che Or­te sind sonst noch span­nend für dich?

Ich fah­re ein­mal im Jahr nach Ci­vi­tel­la, seit 20 Jah­ren. Da bin ich jetzt ganz stolz, weil: In Ci­vi­tel­la hat noch nie ei­ner ein Bild ge­kauft, ob­wohl da so­viel Kunst ge­macht wur­de. Aber ich, ich ha­be mir letz­tes Jahr über­legt: Ich ha­be jetzt kei­nen Bock mehr auf die­se scheis­spit­to­res­ken Gas­sen, mir reicht’s. Was ist denn ei­gent­lich der kul­tu­rel­le Mit­tel­punkt Ci­vi­tel­las? Die Ro­xy-Bar! Da ha­be ich mich vor die Ro­xy-Bar ge­setzt und ha­be die Ro­xy-Bar ge­malt. Und die Ita­lie­ner sind ja so süss, die sind da ganz an­ders als die Deut­schen. Die lau­fen to­tal ver­schämt und dis­kret hin­ter dir vor­bei, kei­ner spricht dich an, und ich ha­be ge­dacht, das in­ter­es­siert die über­haupt nicht, weil da ma­len ja al­le, stän­dig. Nein, die ha­ben ganz ge­nau die Ent­wick­lung die­ses Bil­des ver­folgt, und als es fer­tig war und ich kurz vor der Ab­rei­se stand, ist ei­ne De­le­ga­ti­on ge­kom­men: Die­ses Bild soll ge­kauft wer­den und in der Bar hän­gen! Das fand ich echt schön.

Und das hat­te ich schon öf­ters. In Kö­nig­stadt bei der Ur­sel, das ist so ei­ne ganz ko­mi­schen Wir­tin, wo du Slow-Food kriegst, oh­ne dass sie es weiss. Die kocht al­les sel­ber und da musst du halt zwei, drei Stun­den auf’s Es­sen war­ten. Aber: gött­lich! Wenn ich da so län­ger her­um­hän­ge und ich ha­be ei­nen Be­zug da­zu, dann ma­le ich halt ih­re Wirt­schaft. Und dann sagt sie: Für die zwei Wo­chen, wo Du jetzt hier ge­wohnt hast, neh­me ich jetzt halt das Bild. Na­tur­altausch. Das ha­ben ja frü­her die Ma­ler auch ge­macht. Das heisst aber nicht, dass ich das an­steue­re, ich will jetzt dies und das ma­len. Wenn ich ir­gend­wo bin und ein Ort in­ter­es­siert mich, dann ma­le ich au­to­ma­tisch.

Ein­mal im Jahr bin ich am Schlier­see. Ich ha­be so Or­te, die klap­per’ ich im­mer ab. Der Schlier­see ist ja ge­nau­so re­tro wie Fürth. Der ist ja ei­gent­lich auch ein Un­ort, kei­ner will mehr an den Schlier­see. In den Sieb­zi­gern war der mal in, da ha­ben die gan­zen Mün­che­ner da Wo­chen­end­häu­ser ge­habt, und jetzt ist es ein ver­ges­se­ner Ort, ir­gend­wie...

 

Letz­te Fra­ge: Wel­ches Dei­ner Bil­der wür­dest Du mo­men­tan in Dei­ne Woh­nung hän­gen?

Al­so mein Pro­blem ist: Wenn von mir ein nor­ma­les Bild in mei­ner Woh­nung hängt, dann hängt das da nicht lan­ge. Denn wenn es in mei­ner Woh­nung hängt, se­he ich 1000 Sa­chen, die ich noch än­dern muss! Dann neh­me ich es wie­der mit ins Ate­lier, ma­le wei­ter, dann den­ke ich, jetzt ist das er­le­digt. Dann brin­ge ich es wie­der hoch, se­he wie­der wei­te­re Sa­chen. Das heisst, es ist so ar­beits­mä­ßig mit mir ver­bun­den, das es schwie­rig ist. Aber: Wenn es ak­tu­ell sein soll­te, wür­de ich die­ses hier neh­men, weil ich mit die­sem Ort nicht so­oo... Das ist jetzt nur mit dem letz­ten Som­mer ver­bun­den: Das Frei­bad in Streit­berg. Das fand ich ziem­lich cool, weil es in den 1920er Jah­ren ge­baut wur­de. Da sind fast kei­ne Leu­te. Du gehst da rein und es ist ei­ne un­wirk­lich schö­ne At­mo­sphä­re im Som­mer, so was gibt’s über­haupt nicht... Ein rich­tig pa­ra­die­si­scher Ort ist das. Das neh­me ich jetzt mit hoch in mei­ne Woh­nung!

 

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